Für Beratende

Diese Seite ist für Beratungsstellen, Behörden und weitere Akteure gedacht, die Rückkehrinteressierte im Prozess der Planung einer möglichen Rückkehr unterstützen.

Im Rahmen des Programms „Perspektive Heimat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an.


Reintegrations-Scouts

Die Reintegrations-Scouts unterstützen die Beratungsstellen in ihrer Arbeit. Sie stellen Fach- und Beratungsexpertise zur Verfügung. Sie bilden eine Brücke zwischen der Rückkehrberatung in Deutschland und den Reintegrationsangeboten der GIZ und lokaler Träger in den Herkunftsländern.

Bisher haben bundesweit 15 Reintegrations-Scouts ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit staatlichen und sozialen Einrichtungen hat die GIZ in jedem Bundesland über die Entsendung eines Reintegrations-Scouts gesprochen. Die Reintegrations-Scouts sind in Einrichtungen tätig, die bundesweit tätig sind oder in den Bundesländern eine koordinierende und/oder die Rückkehrberatungsstellen beratende Funktion haben.

Möchten Sie einem Scout eine Frage zu einem konkreten Fall stellen? Bitte nutzen Sie die Textvorlage aus folgender Datei und kopieren Sie sie in die  E-Mail an den Scout, der für Ihr Bundesland zuständig ist!

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Ansprechpartner für das Land Baden-Württemberg

Annika Eberhardt

Annika Eberhardt
Arbeitsgemeinschaft für die eine Welt (AGDW e.V.) (Flüchtlingsberatung u. Migrationsdienste)
Eberhardstr. 1
70173 Stuttgart
annika.eberhardt@giz.de
T + 49 711 216 570 79
M + 49 160 979 78 777

Dr. Sarah Hirsch

Dr. Sarah Hirsch
Caritasverband Mannheim e.V.
B5, 19 a
68159 Mannheim
sarah.hirsch@giz.de
T + 49 621 12602 65
M + 49 171 83 16 722

Ansprechpartner für das Bundesland Bayern

Nina Hoferichter

Nina Hoferichter
Landeshauptstadt München
Sozialreferat - Amt für Wohnen und Migration
Rückkehrhilfen - Coming Home
Werinherstraße 89
81541 München
nina.hoferichter@giz.de
+ 49 (0)160 911 11 360
+ 49 89 23348569

Stefan Grünbaum

Stefan Grünbaum
Zentrale Rückkehrberatung Nordbayern
Marienstraße 23
90402 Nürnberg
stefan.gruenbaum@giz.de
+49 (0)160-5907383

ANSPRECHPARTNERFÜR die BUNDESLänder: BERLIN, BRANDENBURG

Olivia Hannemann

Olivia Hannemann
Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin
Bundesallee 171
10715 Berlin
olivia.hannemann@giz.de
T + 49 (0) 30 90 229 3849
M + 49 (0) 151 5206 1358

Ansprechpartner für das Bundesland Bremen

Talis Zvidrins

Talis Zvidrins
AWO Soziale Dienste gGmbH Bremen
Auf den Häfen 30 - 32
28203 Bremen
talis.zvidrins@giz.de
+ 49 171 8453886

Ansprechpartner für die Bundesländer: Sachsen-Anhalt und Thüringen

Lian-Philipp Haddad

Lian-Philipp Haddad
Raphaelswerk e.V.
Generalsekretariat
Adenauerallee 41
20097 Hamburg
lian-philipp.haddad@giz.de
+ 49 40 180 47 24 59
+ 49 151 72 42 62 58

Ansprechpartner für das Bundesland Hessen

Haroun Fiazi

Haroun Fiazi
FRAP Agentur
Gemeinnützige Gesellschaft für das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm mbH
Mainzer Landstr. 405
60326 Frankfurt am Main
haroun.fiazi@giz.de
+ 49 151 11250499

Ansprechpartner für das Bundesland Sachsen

Nikolaus von Wolff

Nikolaus von Wolff
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Chemnitzer Umland e.V.
Zwickauer Str. 432
09117 Chemnitz
nikolaus.vonwolff@giz.de
+ 49 151 17645801
+ 49 371 842080

Ansprechpartnerin für die Bundesländer: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern

Argjira Bujupi

Argjira Bujupi
Flüchtlingszentrum Hamburg
Zentrale Information und Beratung für Flüchtlinge gGmbH
Adenauerallee 10
20097 Hamburg
argjira.bujupi@giz.de
+ 49 151 53588974

Ansprechpartner für das Bundesland Nordrhein-Westfalen

Lirie Kuci-Balaj

Lirie Kuci-Balaj
Caritasverband Düsseldorf e.V.
Leopoldstraße 30
40211 Düsseldorf
lirie.kuci-balaj@giz.de
+ 49 175 1661791

Olivier Joel Zombou

Olivier Joel Zombou
Caritasverband Dortmund e.V.
Osterlandwehr 12 - 14
44145 Dortmund
joel.zombou@giz.de
T + 49 231 861080 40
M + 49 160 90236128

Omar Khaled Sahrai

Omar Khaled Sahrai
Reintegrations-Scout der GIZ
Zentrale Ausländerbehörde | 150.46
Am Stadtholz 26
33609 Bielefeld
omar.sahrai@giz.de
M + 49 175 5242510

Gianna Carolina Sgroi

Gianna Carolina Sgroi
Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.
Internationales Begegnungszentrum
Hünefeldstr. 54a
42285 Wuppertal
gianna.sgroi@giz.de
T + 49 (0) 202 28052 28
M + 49 (0) 151 73033474


Ansprechpartnerinnen für das Bundesland Niedersachsen

Dr. Farida Mellaoui-Murzeau

Dr. Farida Mellaoui-Murzeau
Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen
Standort Braunschweig
Boeselagerstraße 4
38108 Braunschweig
farida.mellaoui-murzeau@giz.de
+ 49 531 3547 - 347

Sarah Reinhard

Sarah Reinhard
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
Standort Osnabrück
Sedanstraße 115
49090 Osnabrück
Sarah.reinhard@giz.de
T + 49 (0) 541 66888 163
M + 49 (0) 152 90041 100

ANSPRECHPARTNER FÜR DIE BUNDESLÄNDER: SAARLAND und RHEINLAND-PFALZ

Dr. Sarah Hirsch

Dr. Sarah Hirsch
Caritasverband Mannheim e.V.
B5, 19 a
69185 Mannheim
sarah.hirsch@giz.de
T + 49 621 12602 65
M + 49 171 83 16 722

Ihr Bundesland ist noch nicht in der Liste? Selbstverständlich können Sie trotzdem gerne einen unserer Scouts kontaktieren. Ihre Anfrage wird dann direkt beantwortet oder entsprechend weitergeleitet.


Reintegrationsvorbereitende Maßnahmen

Die Maßnahmen sind so konzipiert, dass der Zugang mit unterschiedlichen Qualifikationsniveaus möglich ist. Das bedeutet, sowohl gering Qualifizierte als auch Fachkräfte mit akademischem und nicht-akademischem Vorwissen können an den Maßnahmen teilhaben. Darüber hinaus sind die Weiterbildungen modular aufgebaut, sodass Personen mit kurzer Aufenthaltsdauer nicht von den Maßnahmen ausgeschlossen sind, sondern einzelne Module durchlaufen können.

Die Partner zeichnen sich durch eine hohe Diversität aus und sind auf Standorte in ganz Deutschland verteilt.

Bildungszentrum des Handwerks Duisburg

Das Bildungszentrum des Handwerks Duisburg setzt den Länderschwerpunkt auf den Maghreb und hier auf die Bereiche erneuerbare Energien, Tourismus und Zulieferbetriebe der deutschen Wirtschaft (insbesondere Automobil- und Metallindustrie). Im Mittelpunkt stehen fachliche Qualifizierungen. Es sollen Kooperationen mit deutschen Unternehmen eingegangen werden (z.B. im Tourismus mit dem viertgrößten deutschen Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen). Das Projekt hat eine Laufzeit von 12 Monaten.

Ina Benning
Bildungszentrum Handwerk
der Kreishandwerkerschaft Duisburg
Konrad-Adenauer-Ring 3-5
47167 Duisburg
+ 49 203 99 53 43 6

Bildungswerk Großbreitenbach gGmbH

Das Bildungswerk Großbreitenbach setzt seinen Schwerpunkt auf die Zielgruppe arabischer und afghanischer Flüchtlinge. Ziel ist die Vermittlung in deutsche Unternehmen, die mit Unternehmen in den Herkunftsregionen Geschäftsbeziehungen unterhalten oder dies beabsichtigen. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung auf eine Tätigkeit im Herkunftsland. In einer Pilotphase soll versucht werden, bis zu 200 freiwillige Rückkehrer und Rückkehrerinnen aus Thüringen in ihre Herkunftsländer zu begleiten. Um solche transnationalen Kooperationen zu etablieren und zu stabilisieren, kommen besonders engagierte Geflüchtete, die sich in beiden Kulturkreisen auskennen, als „Brückenbauer“ zum Einsatz. Eine Schwerpunktregion ist derzeit der Irak.

Michael Düker
Bildungswerk Großreitenbach gGmbH
"Gemeinsam Brücken bauen"
Kauffbergstraße 11
Arnstadt/ Thüringen
michael.dueker@bwg-ev.de
+ 49 176 64 67 24 64
+ 49 362 86 61 11 26

Deutscher Volkshochschulverband e.V.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. leistet mit dem Projekt „Weiterbildung für Rückkehrer/innen“ einen Beitrag zur sozialen und beruflichen Reintegration von freiwillig Rückkehrenden in den Herkunftsländern. Ziel des Projekts ist es Bildungsbrücken zu bauen und das in Deutschland begonnene Weiterbildungsangebot in den Herkunftsländern unter anderem durch die Rückkehrprogramme von DVV International in Marokko und Afghanistan fortzusetzen. Die Weiterbildung wird an zehn Volkshochschulen bundesweit pilotiert. Die Maßnahmen sind so konzipiert, dass ein ständiger Ein- und Ausstieg möglich ist, es keine Progression gibt und die Teilnehmenden während der Weiterbildung von Sprachmittlern begleitet werden. Eine psychosoziale Begleitung durch Coaches erfolgt weiterhin. Zu Beginn der Maßnahme, wird mit jede/m Teilnehmende/n ein Beratungsgespräch und eine Kompetenzfeststellung, die sich an den Stärken jedes Einzelnen orientiert, durchgeführt. Die Weiterbildung wird aus Modulen bestehen, die sowohl persönliche, allgemeine und berufsorientierte Zwecke erfüllt.

Die Weiterbildung wird in den folgenden Volkshochschulen angeboten:

  • Volkshochschule Bad Segeberg e.V.
  • Volkshochschule Braunschweig GmbH
  • Volkshochschule Stuttgart
  • Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH
  • Bremer Volkshochschule
  • Volkshochschule des Landkreises Kusel
  • Volkshochschule Speyer
  • Volkshochschule Wiesbaden e.V.
Sascha Rex
Projektleiter "Weiterbildung für Rückkehrer/innen"
Deutscher Volkshochschulverband e.V.
Obere Wilhelmstraße 32
53225 Bonn
return@dvv-vhs.de
+ 49 228 97 56 98 0

Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V.

Der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V. bietet Basisqualifizierungen im handwerklichen Bereich an. Derzeit in folgenden Gewerken:

  • Schreinerei
  • Metallbau
  • Elektrotechnik
  • Malerei

Zukünftig sind auch Kurse in Textilfertigung und Gastronomie geplant.

Jeder Kurs besteht aus drei Modulen mit einer Dauer von jeweils zwei Monaten.

Steffen Pohl
Frankfurter Verein für soziale Heimstätten
Reha Werkstatt Oberrad
Buchrainstraße 18
60599 Frankfurt am Main
steffen.pohl@frankfurter-verein.de
069 96 52 20 54

Ingenieurkammer Baden-Württemberg

Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg ist eine zentrale Stelle zur Anerkennung von Berufsabschlüssen von Ingenieuren in Deutschland. Sie führt gemeinsam mit UN-ESCWA ein Projekt “Capacity Development for Damage Assessment and Urban Reconstruction in Syria“ an den Standorten Beirut (Libanon) und Gaziantep (Türkei) durch und wird dabei von der GIZ unterstützt. Die Ingenieurkammer führt Trainings für syrische Ingenieure durch, die in Syrien leben. Vergleichbare Trainings wären auch in Deutschland mit hier lebenden (Bau-) Ingenieuren denkbar, die auf eine Tätigkeit im Herkunftsland vorbereitet werden können.

Gerhard Freier
Ingenieurkammer Baden-Württemberg
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Technikreferent
Zellerstraße 26
70180 Stuttgart
freier@ingbw.de
+ 49 711 64971 42

Sparkassenstiftung für internationale Kooperationen e.V.

Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperationen schlägt ein Programm zur Existenzgründung in Ghana vor, mit einem Qualifizierungsteil in Deutschland und einem anschließenden Teil in Ghana sowie einer Existenzgründungsförderung. Das Projekt umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten. Die Sparkassenstiftung arbeitet mit ghanaischen Mikrofinanzverbänden zusammen, insbesondere bei Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen. Die Kurse sind modular aufgebaut und vermitteln Kenntnisse aus dem ghanaischen Finanzsektor und Kontakte zu Finanzdienstleistungsprodukten in Ghana.

Oliver Schuster
Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V.
Savings Banks Foundation for International Cooperation (SBFIC)
Simrockstraße 4
53113 Bonn
oliver.schuster@sparkassenstiftung.de
+ 49 228 97 03 66 45

Social Impact gGmbH

Die Social Impact gGmbH legt in seinem Projekt den Schwerpunkt auf die Stärkung unternehmerischer Kompetenzen sowie die sozialpädagogische Begleitung. In sieben Metropolregionen in Deutschland sollen die Teilnehmenden aus Ägypten, Afghanistan, Albanien, Gambia, Ghana, Irak, Kosovo, Marokko, Nigeria, Pakistan, Senegal, Serbien und Tunesien auf eine Selbstständigkeit im Herkunftsland vorbereitet werden. Hierbei werden wichtige Inhalte zu Existenzgründung, Kundenansprache, Marketing & Social Media, Vertrieb, Finanzierung sowie Selbstorganisation vermittelt.

Weiterhin soll eine länderübergreifende IKT-Kommunikation entwickelt werden, um den gesamten Prozess zu begleiten. Die Kurse sind modular aufgebaut in Gruppenformaten oder in individueller Betreuung.

Jörg Fürstenberger
Projektleiter
Social Impact gGmbH
Heilbronner Str. 20
10779 Berlin
j. fuerstenberger@socialimpact.eu
+ 49 176 16 11 34 97

Kiron Higher Open Education gGmbH

Kiron Higher Open Education gGmbH mit Sitz in Berlin hat ein Bildungsprogramm basierend auf Kirons blended e-learning-Format für akademische Inhalte entwickelt. Dieses Programm besteht aus mehreren individuellen Online-Kursen (MOOCs), welche Lerninhalte in einem festgelegten Studiengang vermitteln; u.a. Business Administration und Computer Skills. Teilnehmende können Zertifikate und Transcripts of Records als Nachweise bekommen. Die Zielgruppe sind geflüchtete Menschen mit einem akademischen Hintergrund.

 

Lisa Beier
Project Manager
Kiron Open Higher Education gGmbH
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
+49 176 32282260

Bestellung und Download von Werbematerialien

Sie sind in der Rückkehrberatung aktiv oder haben aus anderen Gründen mit Rückkehrinteressierten zu tun? Wir würden uns freuen, wenn Sie auf diese Internetseite hinweisen könnten.

Dafür bieten wir Ihnen zum einen Plakate zum Aushängen. Zum anderen kleine Kärtchen zum Verteilen an Rückkehrinteressierte. Sie können die Materialien bei der von uns beauftragten Druckerei kostenlos bestellen. Sie erhalten dann vier Plakate sowie 10×10 Kärtchen für alle zehn Länder. Zur Bestellung gelangen Sie hier.

Alternativ können Sie die Plakate und die Kärtchen auch selbst beispielsweise auf einem Farb-Laser-Drucker ausdrucken.

Plakate (DIN A2)

Länder: Serbien, Kosovo, Albanien Download PDF
Länder: Marokko, Tunesien, Irak, Afghanistan Download PDF
Länder: Senegal, Ghana, Nigeria Download PDF
Alle zehn Länder Download PDF

Kleine Kärtchen (Visitenkartengröße)

Afghanistan Download PDF
Albanien Download PDF
Ghana Download PDF
Irak Download PDF
Kosovo Download PDF
Marokko Download PDF
Nigeria Download PDF
Serbien Download PDF
Senegal  Download PDF
Tunesien Download PDF

Gemeinsame Veranstaltungsreihe von BAMF, GIZ und IOM
"Option freiwillige Rückkehr: Bundesweite Angebote zu Rückkehr und Reintegration"

Mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe informieren das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Internationale Organisation für Migration (IOM) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) über ihre vielfältigen Rückkehr- und Reintegrationsprogramme und bieten die Möglichkeit zur Vernetzung.

Die Veranstaltungen finden im Verlauf des Jahres 2018 in verschiedenen Städten in Deutschland statt, u.a. in Berlin (05.03.), Nürnberg (12.03.), München (19.03.), Bonn (23.04.), Frankfurt (09.05.), Leipzig (07.06.), Düsseldorf (28.06.), Mannheim (10.07.), Stuttgart (18.07.), Hannover (17.09.), Erfurt (24.09.), Bielefeld (04.10.), Saarbrücken (15.10., mit Fokus auf Angeboten für vulnerable Personen) und Bremen (07.11.).

Zielgruppe sind Akteure der unabhängigen und staatlichen Rückkehrberatungsstellen, Diaspora- und Migrantenorganisationen sowie Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Durch Übersichtspräsentationen und interaktive Marktstände bekommen die Teilnehmenden einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Angebote – von der Erstinformation und Beratung über die organisatorische und finanzielle Unterstützung der freiwilligen Ausreise bis hin zur nachhaltigen Reintegration im Herkunftsland.

Die Veranstaltungsreihe wird von BAMF, GIZ und IOM organisiert und durch das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Bei Fragen zu den Veranstaltungen senden Sie gerne eine E-Mail an IOMDEevents@iom.int.

GEMEINSAME VERANSTALTUNGSREIHE "OPTION FREIWILLIGE RÜCKKEHR: BUNDESWEITE ANGEBOTE ZU RÜCKKEHR UND REINTEGRATION"


Fortbildungsangebote

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Micado Migration gemeinnützige GmbH haben eine Kooperation im Fortbildungsbereich vereinbart, deren Ziel es ist, den Informationsfluss in der Rückkehr- und Reintegrationsberatung zu verbessern, Synergien zu schaffen und Ressourcen zu bündeln.

Im Jahr 2018 führt Micado Migration ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm durch. Informationen finden Sie auf der Website von IntegPlan.

Der Fokus liegt auf Länderkundeveranstaltungen und Fachexkursionen in die Herkunftsländer, die Bestandteile des Programms Perspektive Heimat sind, mit dem Ziel, möglichst realitätsnahe Einblicke in die Situation vor Ort zu erhalten und die Verbindungen mit den Migrationsberatungszentren und weiteren Projekten in den jeweiligen Ländern zu stärken. Für 2018 sind Albanien/Kosovo, Serbien, Tunesien und Ghana als Zielländer geplant, 2019 sollen Marokko, Senegal, Irak und Ägypten folgen.

IntegPlan

Im April 2018 fand die Exkursion nach Albanien und Kosovo statt. Die Teilnehmenden haben einen Bericht über ihre Eindrücke und nützliche Informationen zu Reintegrationsangeboten vor Ort erstellt. Sie finden ihn unter folgendem Link:

Exkursionsbericht Kosovo & Albanien

Best-Practice-Beispiele

Wir möchten Ihnen erfolgreiche Beispiele einer gelungenen Reintegration in der Heimat darstellen. Wenn Sie eine schöne Erfolgsgeschichte haben oder eine besondere Herausforderung mit anderen Beratungsstellen teilen möchten, können Sie uns diese gerne per E-Mail senden. Die Best-Practice-Beispiele finden Sie zukünftig hier.

reintegration@giz.de

Weitere Angebote in den Herkunftsländern

Wenn Sie weitere Reintegrationsangebote kennen und diese mit uns teilen möchten, freuen wir uns über eine E-Mail von Ihnen.

reintegration@giz.de

Angebote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM)

Auf der Internetseite „Returning from Germany“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Rückkehr. Das BAMF bietet außerdem telefonisch Auskunft.

Internetseite „Returning from Germany“
Rückkehrhotline
Suchmaschine zu den Rückkehrberatungsstellen
Informationen zu Fördermöglichkeiten der Rückkehr
Länderinformationen
Datenbank der Zentralstelle für Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung (ZIRF-Datenbank)

GIZ-Projekte zum Thema Rückkehr und Reintegration

Um Rückkehrern in ihrem jeweiligen Herkunftsland neue Staatchancen zu bieten, hat die GIZ im Auftrag des BMZ bestehende Projekte erweitert. Diese stehen nun auch Rückkehrern offen.

ALBANIEN

Nachhaltige Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung

Das Vorhaben für „Nachhaltige Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung“ soll in Albanien zur wirtschaftlichen Reintegration von Rückkehrern aus der Migration beitragen. Es zielt darauf ab, die Beschäftigungssituation der albanischen Bevölkerung zu verbessern und richtet sich dabei insbesondere an die Zielgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 19 und 34 Jahre. Im Bereich Aus- und Weiterbildung unterstützt das Vorhaben öffentliche und private Bildungsträger bei der quantitativen und qualitativen Verbesserung des Angebots von beruflicher Erstausbildung und von Weiterbildungsmaßnahmen für Erwachsene. Im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, berät das Vorhaben – neben ausgewählten Investitionsprojekten – albanische Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen in der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle. Gründer von neuen Unternehmen werden durch Schulungen gefördert und können auch finanzielle Unterstützung erhalten. Für benachteiligte Jugendliche hat das Vorhaben eine Finanzierungsfazilität eingerichtet, die soziale Teilhabe befördert; für diese Fazilität können sich albanische Nicht-Regierungsorganisationen bewerben. Das Vorhaben konzentriert sich auf die folgenden Sektoren: Lebensmittelverarbeitung, Textil- und Lederindustrie, Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie innovatives und kreatives Handwerk.

KOSOVO

Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft

Das Vorhaben „Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft“ unterstützt die Kommunen Kosovos im nachhaltigen Abfallmanagement und verbessert gleichzeitig die Lebenssituation vulnerabler und marginalisierter Gruppen, die im informellen Abfallsektor tätig sind. Bisher konnte in Kosovo noch keine flächendeckende Abfallentsorgung erreicht werden und Recycling-Maßnahmen sind meist im informellen Sektor angesiedelt. In diesem arbeiten traditionell vor allem Minderheiten und vulnerable Gruppen (Roma, Ashkali und Ägypter/-innen), die auch einen wichtigen Anteil der Rückkehrer/-innen darstellen. Das Vorhaben „Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft“ wird in ausgewählten Kommunen ein Abfalltrennsystem einführen und die dafür notwendigen administrativen Kapazitäten in den Lokalverwaltungen aufbauen. Durch die Einführung und Formalisierung von Mülltrennung wird eine signifikante Wertzunahme der Recycling-Materialen und ein damit einhergehender Anstieg des Einkommens für Abfallsammler/-innen erwartet. Die Einkommensgenerierung für vulnerable Gruppen im Abfallsektor wird somit verbessert und soll letztendlich zu einer formalen beruflichen Selbstständigkeit führen. In Kooperation mit lokalen Nicht-Regierungsorganisationen wie beispielsweise Green Art Centre (GAC), erhält die Zielgruppe schrittweise eine formalisierte Beschäftigung und kann auf Dauer von den Vorteilen einer offiziellen gewerblichen Registrierung profitieren.

Capacity Development im Grundbildungssektor (CDBE)

Das Vorhaben “Capacity Development im Grundbildungssektor“ fördert den Ausbau der Bildungsqualität in Kosovo. Es unterstützt die Transparenz und Rechenschaftslegung, die Verbesserung der Unterrichtsqualität sowie das Bildungsmanagement auf dezentraler Ebene. Ein Handlungsfeld umfasst die Unterstützung der schulischen Inklusion von Minderheiten und Rückkehrer/-innen. Zusammen mit lokalen Nicht-Regierungsorganisationen stellt das Vorhaben an 25 Standorten in 12 Kommunen Kosovos zusätzlich Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dabei wird ein ganzheitlicher Förderansatz verfolgt. Durch gezielte außerschulische Aktivitäten, wird die erfolgreiche und langfristige Integration von Kindern in das formale Schulsystem begünstigt. Die Angebote umfassen unter anderem bedarfsorientierte Nachhilfe und Förderunterricht, interkulturelle Veranstaltungen, Sommerakademien und Elternberatung. An ausgewählten Standorten bietet das Vorhaben außerdem Information und Hilfe zur Schulanmeldung und zur Anerkennung von Zeugnissen an. Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zu Themen der psychosozialen Gesundheit und lokaler Verweisberatung finden an allen Projektstandorten statt. Professionelle psychologische Teams beraten Lehrer/-innen an den Projektschulen auf kontinuierlicher Basis im Umgang mit Kindern mit psychosozialen Förderbedarfen. Gleichzeitig unterstützt ein/e lokale/r Vermittler/-in die Verbindung zwischen Schule und Eltern; die langfristige Teilhabe der Kinder am Schulsystem wird so gefördert.

Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors in ländlichen Gebieten (COSiRA)

Die kosovarische Wirtschaft ist von hoher Arbeitslosigkeit geprägt; vor allem ländliche Gebiete und benachteiligte Gruppen sind von Armut betroffen. Die daraus resultierende Perspektivlosigkeit, insbesondere bei jungen Menschen, stellt einen wichtigen Grund für Migrationsbewegungen aus Kosovo dar.
Das Vorhaben „Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors in ländlichen Gebieten“ verfolgt daher das Ziel, private und öffentliche Institutionen der Wirtschaftsförderung darin zu befähigen, Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors umzusetzen. Dafür arbeitet das Vorhaben mit Ministerien, Kammern und Verbänden in Kosovo zusammen.
Durch die Förderung von Sektoren mit Wachstumspotenzial, wie z.B. Informations- und Kommunikationstechnologien, die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten und die Herstellungsindustrie, sollen langfristig Arbeitsplätze geschaffen werden. Hierfür bietet das Vorhaben berufliche Weiterbildungsmaßnahmen an und fördert Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen sowie die Gründung von Start-Ups. Dadurch werden vermehrt Möglichkeiten der Beschäftigung und Einkommensgenerierung eröffnet, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung von Rückkehrer/-innen begünstigen. Gleichzeitig werden auch für die kosovarische Bevölkerung Perspektiven für eine Zukunft in der Heimat geschaffen.

Jugend, Beschäftigung und Ausbildung

Das Vorhaben „Jugend, Beschäftigung und Ausbildung“ in Kosovo hat das Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit kosovarischer Jugendlicher zu verbessern. Es berät und unterstützt dazu das Arbeits- und Bildungsministerium bei der Gestaltung ihrer Rolle in der Beschäftigungsförderung. Das Vorhaben arbeitet eng mit beruflichen Aus- und Weiterbildungszentren, den Kommunen und der lokalen Privatwirtschaft zusammen. Neben Jugendlichen als Hauptzielgruppe liegt ein Fokus auf der Unterstützung von Minderheiten und Rückkehrer/-innen bei ihrer (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt. Der Ansatz des Programms basiert auf zwei zentralen Säulen der Beschäftigungsförderung: Zum einen werden aktive Arbeitsmarktmaßnahmen auf lokaler Ebene umgesetzt; zum anderen wird die Verbesserung der Qualität der beruflichen Bildung, vor allem im Hinblick auf eine stärkere Arbeitsmarktorientierung, unterstützt.
Projektaktivitäten umfassen z.B. die Berufsberatung und -orientierung, zielgruppenspezifische und schnellwirksame Trainings sowie kurzfristige Weiterbildungsformate, Jobmessen, sowie die Vermittlung von Praktika und Trainings für Unternehmer.
Darüber hinaus leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Kapazitätsentwicklung der institutionellen Partner, die im Reintegrationsprozess für die Inklusion von Jugendlichen und Rückkehrer/-innen in den Arbeitsmarkt eine zentrale Rolle spielen.

SERBIEN

Jugendbeschäftigungsförderung (GIZ YEP)

Das Vorhaben „Jugendbeschäftigungsförderung“ unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene in Serbien dabei, besser auf dem lokalen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Serbien leidet unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit, welche auch die Arbeitsmarktintegration von jungen Rückkehrer/-innen erschwert. Vor allem das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem lokalen Arbeitsmarkt stellt eine Herausforderung dar; oft stimmen die Qualifikationen der Arbeitssuchenden nicht mit den tatsächlichen Bedarfen der Betriebe überein.
Das Vorhaben versucht diese Diskrepanz zu überwinden und Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 35 Jahre einen besseren Start in das Berufsleben zu ermöglichen. Dazu setzt es auf verschiedene Aktivitäten, die Hand in Hand wirken: Jugendliche erhalten Informationen, wie sie ihr Berufsleben und ihre Karriere erfolgreich gestalten können und bekommen die Möglichkeit in verschiedenen Schulungsangeboten bedarfsorientierte fachliche Qualifikationen zu erwerben. Zudem unterstützt das Vorhaben Jugendliche und junge Erwachsene bei Existenzgründungen und Jungunternehmertum sowie bei sozialem Unternehmertum. Momentan ist das Vorhaben an zwei Standorten tätig. Darüber hinaus ist es auch in den nationalen Dialog zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit involviert.

SÜDOSTEUROPA

Soziale Grundrechte für benachteiligte Bevölkerungen (SoRi)

Das Regionalvorhaben „Soziale Grundrechte für benachteiligte Bevölkerungen“ unterstützt die Projektpartner in fünf Ländern des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien und Serbien) dabei, adäquat auf die spezifischen sozialen Bedarfe vulnerabler Gruppen zu reagieren. Das Vorhaben arbeitet dabei eng mit ausgewählten Ministerien, Gemeinden und lokalen Nicht-Regierungsorganisationen der Projektländer zusammen.
Folgende Handlungsfelder des Vorhabens sind dabei speziell auf die wirtschaftliche und soziale Integration von vulnerablen Gruppen, darunter auch Rückkehrer/-innen, ausgerichtet.
Das Vorhaben fördert die Gründung von sozialen Unternehmen, die gezielt vulnerable Gruppen und Rückkehrer/-innen in ihr Geschäftskonzept einbinden. Dies eröffnet der Zielgruppe Zugang zu informellen Ausbildungen und Praktika und trägt damit zur Einkommensgenerierung bei. Ziel ist letztlich, eine bessere Perspektive zur Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Neben den ökonomischen Aspekten sind es auch soziale und soziokulturelle Herausforderungen, die den vulnerablen Gruppen und Rückkehrer/-innen eine (Re-)Integration in die Gemeinden ihrer Heimatländer erschweren. Daher schult das Vorhaben staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen, die im sozialen Sektor tätig sind, darin, ihre Beratungsarbeit und Unterstützung besser auf die Bedarfe, die durch Migrations- und Rückkehrerfahrungen entstehen, auszurichten.

KOMMUNALE DIENSTE ZUR SCHAFFUNG VON BESCHÄFTIGUNGSOPPORTUNITÄTEN FÜR VULNERABLE GRUPPEN

In den Ländern Südosteuropas trägt insbesondere das Projekt „Offener Regionalfonds für Südosteuropa – Modernisierung kommunaler Dienste“ mit der Teilmaßnahme „Kommunale Dienste zur Schaffung von Beschäftigungsopportunitäten für vulnerable Gruppen“ dazu bei, wirtschaftliche Startchancen und Zugänge zu Beschäftigung für vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Im Bereich Kapazitätsstärkung unterstützt das Vorhaben Gemeinden im Dialog mit dem Privatsektor, wodurch diese fundierte Kenntnisse über den gegenwärtigen Stand des lokalen Arbeitsmarktes erlangen. Zusätzlich fördert das Vorhaben die Einführung des Kompetenzpasses (angelehnt am deutschen ProfilPASS), um sowohl formell als auch informell erworbene Kompetenzen von vulnerablen Personen systematisch darzustellen und auf diese Weise deren (Re-)Integration in den lokalen Arbeitsmarkt zu verbessern. Im Bereich Beschäftigungsopportunitäten fördert das Projekt den Abbau von Barrieren, die den Zugang von vulnerablen Gruppen zum Arbeitsmarkt einschränken sowie die gleichzeitige Schaffung von Arbeitsplätzen durch verbesserte rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen. Beispielsweise sollen durch die Einführung eines Voucher-Programms für saisonale Arbeit Beschäftigungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und im lokalen öffentlichen Sektor gefördert werden. Durch die beschriebenen Maßnahmen auf der kommunalen Ebene werden Beschäftigungsperspektiven und Möglichkeiten der Einkommensgenerierung für vulnerablen Haushalten geschaffen.

LÄNDLICHE ENTWICKLUNG DURCH INTEGRIERTES WALD- UND WASSERRESSOURCENMANAGEMENT

Viele ländliche, strukturschwache Gebiete Südosteuropas sind von hoher Arbeitslosigkeit betroffen. Der daraus resultierende Mangel an Zukunftsperspektiven stellt einen der Gründe dar, weshalb Menschen aus diesen Regionen ihre Heimat verlassen und in anderen Ländern Europas ein besseres Leben suchen.

Das Regionalvorhaben „Ländliche Entwicklung durch integriertes Wald- und Wasserressourcenmanagement“ verfolgt daher das Ziel, die Erschließung ökonomischer Potenziale im ländlichen Raum zu verbessern und gleichzeitig die Kompetenzen für das Management natürlicher Ressourcen zu stärken. Durch die gezielte Förderung der wirtschaftlichen Diversifizierung und die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft und Forstwirtschaft werden Bleibeperspektiven für die lokale Bevölkerung und Möglichkeiten für Rückkehrer geschaffen, sich erfolgreich in die Gesellschaft ihrer Heimat wiedereinzugliedern. Dies geschieht unter anderem durch maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen, die Förderung kleiner Unternehmen und Start-Ups, sowie die Förderung regionaler Messen und Veranstaltungen. Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Standing Working Group for Regional Rural Development in South Eastern Europe (SWG RRD) umgesetzt und ist in den Ländern Albanien, Bosnien- und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien tätig.

MAROKKO

Förderung der Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum

Das Vorhaben „Förderung der Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum“ verfolgt das Ziel, die Beschäftigungssituation benachteiligter, arbeitsloser und unterbeschäftigter Jugendlicher zwischen 15 und 35 Jahren in ländlichen Gebieten der Region Fes-Meknès zu verbessern. Es soll zudem in Marokko zur wirtschaftlichen Reintegration von Rückkehrer/innen aus der Migration beitragen. In Zusammenarbeit mit der marokkanischen Beschäftigungsagentur ANAPEC, lokalen Ausbildungseinrichtungen und Unternehmen fördert das Vorhaben die Durchführung von Kurzzeitkursen für Jugendliche aus dem ländlichen Raum.                         Die Qualifizierungen sind an die Bedürfnisse des lokalen Marktes angepasst und erleichtern so den Berufseinstieg. Das Vorhaben unterstützt außerdem gemeinsam mit ANAPEC die Gründung von sechs zivilgesellschaftlichen Berufsberatungszentren in der Region. Dort wurden u.a. 17 Berater/innen ausgebildet, die Arbeitssuchende und Jungunternehmer/innen der Region beraten und betreuen. Das Ziel ist es, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und auch Rückkehrer/innen eine Perspektive zu bieten.

TUNESIEN

FÖRDERUNG NACHHALTIGER LANDWIRTSCHAFT UND LÄNDLICHER ENTWICKLUNG (PAD II)

Für die Wirtschaft und die Beschäftigung in Tunesien ist die Landwirtschaft als einer der wichtigsten Arbeitgeber von entscheidender Bedeutung. Allerdings bietet die Agrar- und Ernährungswirtschaft nicht genügend wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten für die ländliche Bevölkerung. Der Sektor verliert an Attraktivität mangels ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Verarbeitung und Vermarktung seiner Produkte. Darüber hinaus sind die Bäuerinnen und Bauern meist unzureichend qualifiziert und haben kaum Zugang zu (finanziellen) Ressourcen. Durch die gezielte Förderung einer innovativeren und nachhaltigeren Landwirtschaft sowie einer verbesserten Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sollen durch das Vorhaben die Einkommensmöglichkeiten der ländlichen Bevölkerung gesteigert werden. Damit werden vor allem in den Regionen Nord-ouest und Centre-ouest Bleibeperspektiven für lokale Bevölkerung und Möglichkeiten für Rückkehrer geschaffen sich in ihrer Heimat wiedereinzugliedern.

OFFENER REGIONALFONDS ZUR QUALIFIZIERUNG UND BESCHÄFTIGUNGSFÖRDERUNG JUGENDLICHER (ORF II)

Die hohe Arbeitslosigkeit im Maghreb, insbesondere in Tunesien, und die dadurch bedingte Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit bei jungen Menschen aller Bildungsschichten gilt als zentrale Herausforderung für die Entwicklung der Region. In Tunesien gilt dieser Mangel an Perspektiven für junge Tunesierinnen und Tunesier als eine der Hauptursachen für soziale Spannungen und politische Unruhen. Über einen offenen Regionalfonds (ORF) werden gemeinsam mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft Einzelmaßnahmen durchgeführt, die mittel- und langfristig die Beschäftigungssituation Tunesiens verbessern. Der Ansatz umfasst Arbeitsmarktdienstleistungen, nachfrageorientierte Ausbildungsgänge, Förderung von Unternehmensgründungen sowie die Verbesserung des sozialen Dialogs zu Arbeitsbedingungen, die mit zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren umgesetzt werden. Dadurch werden Bleibeperspektiven für lokale Bevölkerung und Möglichkeiten für Rückkehrer geschaffen sich in ihrer Heimat wiedereinzugliedern.

INNOVATION, BESCHÄFTIGUNG UND REGIONALE ENTWICKLUNG (IDEE)

Mit der tunesischen Revolution im Januar 2011 trat die Notwendigkeit deutlich zu Tage, die ökonomische und soziale Spaltung des Landes zu überwinden und die Teilhabe der Bevölkerung im Landesinneren an der sozio-ökonomischen Entwicklung zu verbessern. Hier setzt das Vorhaben an mit dem Ziel, beschäftigungsintensives Wachstum insbesondere in den Regionen im Landesinnern zu fördern. Die regionale Wirtschaftsentwicklung wird gefördert, indem Firmen in ausgewählten, beschäftigungsintensiven Branchen darin unterstützt werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Gleichzeitig werden zusammen mit Hochschulen neue Angebote der beruflichen Orientierung für Studierende entwickelt, um sie besser auf mögliche berufliche Tätigkeiten vorzubereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben zu erleichtern. Dadurch werden Bleibeperspektiven für lokale Bevölkerung und Möglichkeiten für Rückkehrer geschaffen sich in ihrer Heimat wiedereinzugliedern.

STÄRKUNG KOMMUNATER ENTWICKLUNG UND DEMOKRATIE IN MAGHREB (CoMun)

Das Regionalvorhaben „Stärkung kommunaler Entwicklung und Demokratie im Maghreb“ (CoMun) fördert den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen Algerien, Marokko und Tunesien zu Schlüsselthemen der Kommunal- und Stadtentwicklung. Übergeordnetes Ziel ist es, Städte als Gestaltungskräfte der nationalen und regionalen Entwicklung zu stärken. In den großen Städten konzentrieren sich Armut, Wohnungsnot, informelle Bebauung, Umweltrisiken und soziale Probleme. Hinzu kommt, dass fast die Hälfte der Bevölkerung unter 24 Jahre alt ist. Im Zuge der eingeleiteten Reformprozesse stehen insbesondere die Kommunen unter hohem Erwartungsdruck, die Hoffnungen und Bedürfnisse der Bevölkerung nach mehr Transparenz, Rechenschaftslegung und Bürgerorientierung kommunalen Handelns, besseren Dienstleistungen sowie mehr substanziellen Beteiligungsmöglichkeiten, insbesondere für Frauen und Jugendliche, zu erfüllen. Hier setzt das Vorhaben einerseits mit einem überregionalen Erfahrungsaustausch an. Andererseits wird spezifisch in Tunesien der Ausbau von Jugendzentren vorangetrieben, in denen vor allem junge Tunesierinnen und Tunesier Angebote zur Beratung, Weiterbildung, politischem Engagement und kultureller oder sportlicher Betätigung wahrnehmen können. Hiermit werden Bleibeperspektiven für lokale Bevölkerung und Möglichkeiten für Rückkehrer geschaffen sich in ihrer Heimat wiedereinzugliedern.

NIGERIA

BREITENWIRKSAME WACHSTUMS- UND BESCHÄFTIGUNGSFÖRDERUNG IN NIGERIA (SEDIN)

Das Vorhaben “Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung in Nigeria” (SEDIN) hat zum Ziel, durch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Geschäfts- und Investitionstätigkeit von kleinsten, kleinen und mittelständischen Unternehmen (KKMU) sowie dem verbesserten Zugang zu Finanzdienstleistungen die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern und dadurch Bleibeperspektiven zu eröffnen. Darüber hinaus wird die Integration ärmerer Bevölkerungsschichten in einen nachhaltigen Wachstumsprozess gefördert.

Das Vorhaben berät und unterstützt Mikrofinanzdienstleister bei der Erweiterung ihres Portfolios und bietet Trainings in Financial Literacy für Bankkunden an, wodurch diese ein besseres Verständnis für ihre eigenen und die Finanzen ihres Unternehmens gewinnen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern des öffentlichen und privaten Sektors auf Ebene der Bundesstaaten und auf nationaler Ebene, unterstützt das Vorhaben die Verbesserung der Rahmenbedingungen für KKMU. Dabei wird der Aufbau öffentlich-privater Dialogmechanismen zum Abbau von Hemmnissen vorangetrieben. Auch die Förderung des Aufbaus zentraler Anlaufstellen, sogenannter „One Stop Shops“, welche den KKMUs eine effiziente Beratung und Abwicklung administrativer Prozesse ermöglichen, wird unterstützt. Um die Einkommenssituation von KKMU zu erhöhen, werden Managementkurse (SME Business Training & Coaching Loop) mit integriertem Coaching angeboten, welche die unternehmerischen Fähigkeiten fördern. Durch die enge Betreuung während des Kurses und die erworbenen Kenntnisse werden die Besitzer der KKMU befähigt, ihre Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen, höheres Einkommen zu generieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem gibt die Einrichtung von Student Entrepreneurship Activity Hubs (SEA-Hub) Schülern der Sekundarschulen die Möglichkeit, sich in einem überschaubaren Umfeld erste unternehmerische Fähigkeiten anzueignen, welche sie nach Abschluss der Schule befähigt, eigene KKMUs zu gründen und erfolgreich zu führen. Um die Einkommenssituation von Bauern zu verbessern, werden diese durch Farmer Business Schools in neuen Anbaumethoden und dem Aufbau von Lieferbeziehungen geschult und unterstützt.

FÖRDERUNG BEDARFSGERECHTER BERUFLICHER QUALIFIZIERUNG

Das Vorhaben „Förderung bedarfsgerechter beruflicher Qualifizierung“ wurde als TZ-Modul des EZ-Programms „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Nigeria“ konzipiert. Ziel des Vorhabens ist es, die wirtschaftliche Entwicklung von Nigeria über die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit junger Nigerianerinnen und Nigerianer zu stärken und somit dem oben genannten Problem entgegenzuwirken. Die bedarfsgerechte Aus- und Fortbildung jugendlicher Arbeitssuchender und junger Landwirt/innen und Arbeitskräfte in KKMU des formellen und informellen Sektors wird gefördert. Ein besonderer Fokus liegt auf Mädchen und jungen Frauen, der Wertschöpfungsketten Kartoffel und Maniok, sowie dem Bausektor. Dies wird über die Steigerung der Qualität der innerbetrieblichen Ausbildung, die Förderung des Lernens im Arbeitsumfeld in KKMU und in der Landwirtschaft, die Sicherstellung inhaltlicher und personeller Voraussetzungen von ausgewählten Trainingsanbietern und die Stärkung der Rolle der Privatwirtschaft im nigerianischen Berufsbildungssystem auf bundesstaatlicher und nationaler Ebene erreicht.

GHANA

PROGRAMM FÜR NACHHALTIGE WIRTSCHAFTENTWICKLUNG

Das Vorhaben „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ in Ghana adressiert die Herausforderungen der mangelnden sozialen Sicherung sowie der ungleichen Verteilung von wirtschaftlichen Chancen. Mit den beiden Säulen Finanzsystementwicklung und Berufliche Bildung unterstützt das Vorhaben die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Ghanas. Das Projektteam fördert gemeinsam mit lokalen Institutionen die Verbesserung des Zugangs zu Finanzsystemleistungen. Es soll den Menschen damit bessere Zukunftsperspektiven und Absicherung bieten, indem sie mit Krediten Investitionen tätigen oder Versicherungen gegen etwaige Risiken abschließen können. Außerdem organisiert das Projektteam Trainings- und Coachingmaßnahmen, sowohl für Rückkehrer als auch den Teil der lokalen Bevölkerung, der aus ökonomischen Gründen an eine Auswanderung denkt. Damit sollen die Chancen der Zielgruppe eine Beschäftigung vor Ort zu finden, sei es als Selbstständige/r oder Angestellte/r, gestärkt werden.

Das Vorhaben arbeitet dazu im Bereich Finanzsystemenentwicklung eng mit den beiden Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, der ghanaischen Zentralbank und der nationalen Versicherungskommission, mit Versicherungs- und Mikrofinanzverbänden sowie Akteuren für die Weiterbildung in der Versicherungswirtschaft zusammen. Im Bereich Berufliche Bildung kooperiert das Vorhaben mit der nationalen Berufsbildungsagentur COTVET, die das Mandat zur Steuerung und Koordinierung von Berufsbildung in Ghana ausübt. Aber auch ausgewählte Wirtschaftsverbände des informellen Sektors und des Agrarsektors sowie ausgewählte staatliche und private Trainingsanbieter sind wichtige Partner in der Durchführung des Projekts.