Für Beratende

Diese Seite ist für Beratungsstellen, Behörden und weitere Akteure gedacht, die Rückkehrinteressierte im Prozess der Planung einer möglichen Rückkehr unterstützen.

Im Rahmen des Programms „Perspektive Heimat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bietet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an.


Reintegrations-Scouts

Die Reintegrations-Scouts unterstützen die Beratungsstellen in ihrer Arbeit. Sie stellen Fach- und Beratungsexpertise zur Verfügung. Sie bilden eine Brücke zwischen der Rückkehrberatung in Deutschland und den Reintegrationsangeboten der GIZ und lokaler Träger in den Herkunftsländern.

Im Jahr 2017 sollen bundesweit 15 Reintegrations-Scouts ihre Arbeit aufnehmen. Gemeinsam mit staatlichen und sozialen Einrichtungen hat die GIZ in jedem Bundesland über die Entsendung eines Reintegrations-Scouts gesprochen. Die ersten Reintegrations-Scouts sind in Einrichtungen tätig, die bundesweit tätig sind oder in den Bundesländern eine koordinierende und/oder die Rückkehrberatungsstellen beratende Funktion haben.

Reintegrations-Scouts gibt es derzeit in folgenden Einrichtungen:

Raphaelswerk e.V.
Generalsekretariat
Adenauerallee 41
20097 Hamburg
Lian-Philipp Haddad
lian-philipp.haddad@giz.de
+ 49 40 180 47 24 59
+ 49 151 72 42 62 58
FRAP Agentur
Gemeinnützige Gesellschaft für das Frankfurter Arbeitsmarktprogramm mbH
Mainzer Landstr. 405
60326 Frankfurt am Main
Haroun Fiazi
haroun.fiazi@giz.de
+49 151 11250499
Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Chemnitz e.V.
Altchemnitzer Straße 26
09120 Chemnitz
Nikolaus von Wolff
nikolaus.vonwolff@giz.de
+49 151 17645801
Flüchtlingszentrum Hamburg
Zentrale Information und Beratung für Flüchtlinge gGmbH
Adenauerallee 10
20097 Hamburg
Argjira Bujupi
argjira.bujupi@giz.de
AWO Soziale Dienste gGmbH Bremen
Auf den Häfen 30 - 32
28203 Bremen
Talis Zwidrins
talis.zwidrins@giz.de

In Kürze finden Sie auch in folgenden Einrichtungen Reintegrations-Scouts:

AWO Kreisverband Nürnberg e.V.
Caritasverband Düsseldorf e.V.
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
Standort Braunschweig

Bestellung und Download von Werbematerialien

Sie sind in der Rückkehrberatung aktiv oder haben aus anderen Gründen mit Rückkehrinteressierten zu tun? Wir würden uns freuen, wenn Sie auf diese Internetseite hinweisen könnten.

Dafür bieten wir Ihnen zum einen Plakate zum Aushängen. Zum anderen kleine Kärtchen zum Verteilen an Rückkehrinteressierte. Sie können die Materialien bei der von uns beauftragten Druckerei kostenlos bestellen. Sie erhalten dann vier Plakate sowie 10×10 Kärtchen für alle zehn Länder. Zur Bestellung gelangen Sie hier.

Alternativ können Sie die Plakate und die Kärtchen auch selbst beispielsweise auf einem Farb-Laser-Drucker ausdrucken.

Plakate (DIN A2)

Länder: Serbien, Kosovo, Albanien Download PDF
Länder: Marokko, Tunesien, Irak, Afghanistan Download PDF
Länder: Senegal, Ghana, Nigeria Download PDF
Alle zehn Länder Download PDF

Kleine Kärtchen (Visitenkartengröße)

Afghanistan Download PDF
Albanien Download PDF
Ghana Download PDF
Irak Download PDF
Kosovo Download PDF
Marokko Download PDF
Nigeria Download PDF
Serbien Download PDF
Senegal  Download PDF
Tunesien Download PDF

Fortbildungsangebote

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Micado Migration gemeinnützige GmbH haben eine Kooperation im Fortbildungsbereich vereinbart, deren Ziel es ist, den Informationsfluss in der Rückkehr- und Reintegrationsberatung zu verbessern, Synergien zu schaffen und Ressourcen zu bündeln.

Im Vorgriff auf das gemeinsame Weiterbildungsprogramm 2018 und 2019 wird ein Sonderprogramm 2017 durchgeführt, um bestehendem Fortbildungsbedarf Rechnung zu tragen und Kooperationsbedingungen zu erproben. Das Angebot ist offen für alle Rückkehrberater/innen staatlicher und nicht-staatlicher Träger sowie für Mitarbeiter/innen von Einrichtungen, die in der Rückkehrberatung oder Reintegrationsförderung involviert sind.

IntegPlan Sonderprogramm 2017

Best-Practice-Beispiele

Wir möchten Ihnen erfolgreiche Beispiele einer gelungenen Reintegration in der Heimat darstellen. Wenn Sie eine schöne Erfolgsgeschichte haben oder eine besondere Herausforderung mit anderen Beratungsstellen teilen möchten, können Sie uns diese gerne per E-Mail senden. Die Best-Practice-Beispiele finden Sie zukünftig hier.

reintegration@giz.de

Weitere Angebote in den Herkunftsländern

Wenn Sie weitere Reintegrationsangebote kennen und diese mit uns teilen möchten, freuen wir uns über eine E-Mail von Ihnen.

reintegration@giz.de

Angebote des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Auf der Internetseite „Returning from Germany“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finden Sie weiterführende Informationen zu Angeboten in Deutschland.

Internetseite „Returning from Germany“
Rückkehrhotline
Suchmaschine zu den Rückkehrberatungsstellen
Informationen zu Fördermöglichkeiten der Rückkehr
Länderinformationen
Datenbank der Zentralstelle für Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung (ZIRF-Datenbank)

GIZ-Projekte zum Thema Rückkehr und Reintegration

Um Rückkehrern in ihrem jeweiligen Herkunftsland neue Staatchancen zu bieten, hat die GIZ im Auftrag des BMZ bestehende Projekte erweitert. Diese stehen nun auch Rückkehrern offen.

ALBANIEN

Nachhaltige Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung

Das Vorhaben für „Nachhaltige Wirtschafts- und Regionalentwicklung, Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung“ soll in Albanien zur wirtschaftlichen Reintegration von Rückkehrern aus der Migration beitragen. Es zielt darauf ab, die Beschäftigungssituation der albanischen Bevölkerung zu verbessern und richtet sich dabei insbesondere an die Zielgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 19 und 34 Jahre. Im Bereich Aus- und Weiterbildung unterstützt das Vorhaben öffentliche und private Bildungsträger bei der quantitativen und qualitativen Verbesserung des Angebots von beruflicher Erstausbildung und von Weiterbildungsmaßnahmen für Erwachsene. Im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, berät das Vorhaben – neben ausgewählten Investitionsprojekten – albanische Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen in der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle. Gründer von neuen Unternehmen werden durch Schulungen gefördert und können auch finanzielle Unterstützung erhalten. Für benachteiligte Jugendliche hat das Vorhaben eine Finanzierungsfazilität eingerichtet, die soziale Teilhabe befördert; für diese Fazilität können sich albanische Nicht-Regierungsorganisationen bewerben. Das Vorhaben konzentriert sich auf die folgenden Sektoren: Lebensmittelverarbeitung, Textil- und Lederindustrie, Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie innovatives und kreatives Handwerk.

KOSOVO

Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft

Das Vorhaben „Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft“ unterstützt die Kommunen Kosovos im nachhaltigen Abfallmanagement und verbessert gleichzeitig die Lebenssituation vulnerabler und marginalisierter Gruppen, die im informellen Abfallsektor tätig sind. Bisher konnte in Kosovo noch keine flächendeckende Abfallentsorgung erreicht werden und Recycling-Maßnahmen sind meist im informellen Sektor angesiedelt. In diesem arbeiten traditionell vor allem Minderheiten und vulnerable Gruppen (Roma, Ashkali und Ägypter/-innen), die auch einen wichtigen Anteil der Rückkehrer/-innen darstellen. Das Vorhaben „Aufbau nachhaltiger lokaler Dienstleistungen – Abfallwirtschaft“ wird in ausgewählten Kommunen ein Abfalltrennsystem einführen und die dafür notwendigen administrativen Kapazitäten in den Lokalverwaltungen aufbauen. Durch die Einführung und Formalisierung von Mülltrennung wird eine signifikante Wertzunahme der Recycling-Materialen und ein damit einhergehender Anstieg des Einkommens für Abfallsammler/-innen erwartet. Die Einkommensgenerierung für vulnerable Gruppen im Abfallsektor wird somit verbessert und soll letztendlich zu einer formalen beruflichen Selbstständigkeit führen. In Kooperation mit lokalen Nicht-Regierungsorganisationen wie beispielsweise Green Art Centre (GAC), erhält die Zielgruppe schrittweise eine formalisierte Beschäftigung und kann auf Dauer von den Vorteilen einer offiziellen gewerblichen Registrierung profitieren.

Capacity Development im Grundbildungssektor (CDBE)

Das Vorhaben “Capacity Development im Grundbildungssektor“ fördert den Ausbau der Bildungsqualität in Kosovo. Es unterstützt die Transparenz und Rechenschaftslegung, die Verbesserung der Unterrichtsqualität sowie das Bildungsmanagement auf dezentraler Ebene. Ein Handlungsfeld umfasst die Unterstützung der schulischen Inklusion von Minderheiten und Rückkehrer/-innen. Zusammen mit lokalen Nicht-Regierungsorganisationen stellt das Vorhaben an 25 Standorten in 12 Kommunen Kosovos zusätzlich Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dabei wird ein ganzheitlicher Förderansatz verfolgt. Durch gezielte außerschulische Aktivitäten, wird die erfolgreiche und langfristige Integration von Kindern in das formale Schulsystem begünstigt. Die Angebote umfassen unter anderem bedarfsorientierte Nachhilfe und Förderunterricht, interkulturelle Veranstaltungen, Sommerakademien und Elternberatung. An ausgewählten Standorten bietet das Vorhaben außerdem Information und Hilfe zur Schulanmeldung und zur Anerkennung von Zeugnissen an. Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zu Themen der psychosozialen Gesundheit und lokaler Verweisberatung finden an allen Projektstandorten statt. Professionelle psychologische Teams beraten Lehrer/-innen an den Projektschulen auf kontinuierlicher Basis im Umgang mit Kindern mit psychosozialen Förderbedarfen. Gleichzeitig unterstützt ein/e lokale/r Vermittler/-in die Verbindung zwischen Schule und Eltern; die langfristige Teilhabe der Kinder am Schulsystem wird so gefördert.

Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors in ländlichen Gebieten (COSiRA

Die kosovarische Wirtschaft ist von hoher Arbeitslosigkeit geprägt; vor allem ländliche Gebiete und benachteiligte Gruppen sind von Armut betroffen. Die daraus resultierende Perspektivlosigkeit, insbesondere bei jungen Menschen, stellt einen wichtigen Grund für Migrationsbewegungen aus Kosovo dar.
Das Vorhaben „Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors in ländlichen Gebieten“ verfolgt daher das Ziel, private und öffentliche Institutionen der Wirtschaftsförderung darin zu befähigen, Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors umzusetzen. Dafür arbeitet das Vorhaben mit Ministerien, Kammern und Verbänden in Kosovo zusammen.
Durch die Förderung von Sektoren mit Wachstumspotenzial, wie z.B. Informations- und Kommunikationstechnologien, die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten und die Herstellungsindustrie, sollen langfristig Arbeitsplätze geschaffen werden. Hierfür bietet das Vorhaben berufliche Weiterbildungsmaßnahmen an und fördert Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen sowie die Gründung von Start-Ups. Dadurch werden vermehrt Möglichkeiten der Beschäftigung und Einkommensgenerierung eröffnet, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung von Rückkehrer/-innen begünstigen. Gleichzeitig werden auch für die kosovarische Bevölkerung Perspektiven für eine Zukunft in der Heimat geschaffen.

Jugend, Beschäftigung und Ausbildung

Das Vorhaben „Jugend, Beschäftigung und Ausbildung“ in Kosovo hat das Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit kosovarischer Jugendlicher zu verbessern. Es berät und unterstützt dazu das Arbeits- und Bildungsministerium bei der Gestaltung ihrer Rolle in der Beschäftigungsförderung. Das Vorhaben arbeitet eng mit beruflichen Aus- und Weiterbildungszentren, den Kommunen und der lokalen Privatwirtschaft zusammen. Neben Jugendlichen als Hauptzielgruppe liegt ein Fokus auf der Unterstützung von Minderheiten und Rückkehrer/-innen bei ihrer (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt. Der Ansatz des Programms basiert auf zwei zentralen Säulen der Beschäftigungsförderung: Zum einen werden aktive Arbeitsmarktmaßnahmen auf lokaler Ebene umgesetzt; zum anderen wird die Verbesserung der Qualität der beruflichen Bildung, vor allem im Hinblick auf eine stärkere Arbeitsmarktorientierung, unterstützt.
Projektaktivitäten umfassen z.B. die Berufsberatung und -orientierung, zielgruppenspezifische und schnellwirksame Trainings sowie kurzfristige Weiterbildungsformate, Jobmessen, sowie die Vermittlung von Praktika und Trainings für Unternehmer.
Darüber hinaus leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Kapazitätsentwicklung der institutionellen Partner, die im Reintegrationsprozess für die Inklusion von Jugendlichen und Rückkehrer/-innen in den Arbeitsmarkt eine zentrale Rolle spielen.

SERBIEN

Jugendbeschäftigungsförderung (GIZ YEP)

Das Vorhaben „Jugendbeschäftigungsförderung“ unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene in Serbien dabei, besser auf dem lokalen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Serbien leidet unter einer hohen Jugendarbeitslosigkeit, welche auch die Arbeitsmarktintegration von jungen Rückkehrer/-innen erschwert. Vor allem das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem lokalen Arbeitsmarkt stellt eine Herausforderung dar; oft stimmen die Qualifikationen der Arbeitssuchenden nicht mit den tatsächlichen Bedarfen der Betriebe überein.
Das Vorhaben versucht diese Diskrepanz zu überwinden und Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 35 Jahre einen besseren Start in das Berufsleben zu ermöglichen. Dazu setzt es auf verschiedene Aktivitäten, die Hand in Hand wirken: Jugendliche erhalten Informationen, wie sie ihr Berufsleben und ihre Karriere erfolgreich gestalten können und bekommen die Möglichkeit in verschiedenen Schulungsangeboten bedarfsorientierte fachliche Qualifikationen zu erwerben. Zudem unterstützt das Vorhaben Jugendliche und junge Erwachsene bei Existenzgründungen und Jungunternehmertum sowie bei sozialem Unternehmertum. Momentan ist das Vorhaben an zwei Standorten tätig. Darüber hinaus ist es auch in den nationalen Dialog zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit involviert.

SÜDOSTEUROPA

Soziale Grundrechte für benachteiligte Bevölkerungen (SoRi)

Das Regionalvorhaben „Soziale Grundrechte für benachteiligte Bevölkerungen“ unterstützt die Projektpartner in fünf Ländern des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien und Serbien) dabei, adäquat auf die spezifischen sozialen Bedarfe vulnerabler Gruppen zu reagieren. Das Vorhaben arbeitet dabei eng mit ausgewählten Ministerien, Gemeinden und lokalen Nicht-Regierungsorganisationen der Projektländer zusammen.
Folgende Handlungsfelder des Vorhabens sind dabei speziell auf die wirtschaftliche und soziale Integration von vulnerablen Gruppen, darunter auch Rückkehrer/-innen, ausgerichtet.
Das Vorhaben fördert die Gründung von sozialen Unternehmen, die gezielt vulnerable Gruppen und Rückkehrer/-innen in ihr Geschäftskonzept einbinden. Dies eröffnet der Zielgruppe Zugang zu informellen Ausbildungen und Praktika und trägt damit zur Einkommensgenerierung bei. Ziel ist letztlich, eine bessere Perspektive zur Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Neben den ökonomischen Aspekten sind es auch soziale und soziokulturelle Herausforderungen, die den vulnerablen Gruppen und Rückkehrer/-innen eine (Re-)Integration in die Gemeinden ihrer Heimatländer erschweren. Daher schult das Vorhaben staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen, die im sozialen Sektor tätig sind, darin, ihre Beratungsarbeit und Unterstützung besser auf die Bedarfe, die durch Migrations- und Rückkehrerfahrungen entstehen, auszurichten.